franz.iska henschel

geboren in Berlin Pankow,
aufgewachsen in Brandenburg/Havel,
lebt mit ihrer Familie in und bei Hamburg.

Schauspielstudium an der HfMT Leipzig 
Regiestudium an der HfMT Hamburg
Forschungsprojekt interdisziplinäre Denk und Arbeitsweisen für das zeitgenössische Theater
Mentee im Mentoringprogramm für herausragende Künstlerinnen und Wissenschaftlerinnen 
Zusatzausbildung Mediation kooperative Konfliktvermittlung und lösungsfokussierte Gesprächsführung

franz.iska henschel @burning issues foto:sophie wanninger

Meine künstlerische Praxis als Co-Autorin/Regisseurin benenne ich nicht zufällig mit TEXT+TANZ,so begreife, erforsche und lehre ich „Schauspiel“ als „choreografische Praxis“ und suche, seit meinem Forschungsprojekt „interdisziplinäre Denk und Arbeitsweisen für das zeitgenössische Theater“ ( 2009 - 2012 an der HfMTM Hannover ) explizit die Zusammenarbeit mit Choreograf*innen.

Stückentwicklungen, die den Hauptteil meiner Inszenierungsarbeit ausmachen, entstehen in enger Zusammenarbeit mit der Bühnen-und Kostümbildnerin Johanna Fritz und dem jeweiligen Ensemble. Als Ausgangspunkt für die szenische Recherche, dienen oft Fragen, einzelne Sätze oder Zeichnungen , die als Formen der Notation verstanden werden. Texte entstehen oft in strukturierten, quasi-kollektiven Schreibprozessen gemeinsam mit allen Beteiligten.Teil der Proben sind immer auch Zeiten freier Arbeit und besondere Formen der flachhierarchischen Kommunikation.

Ich bin 1/16 Teil von „Treffen Total“ einem Kollektiv, dass sich der Vorbereitung und Durchführung des gleichnamigen Arbeitstreffen „Treffen Total“ widmet, dass ca. alle 2 Jahre, in Zusammenarbeit mit k3 Choreografisches Zentrum, in Hamburg stattfindet. Gemeinsam mit 30 internationalen Künstler*innen aus dem erweiterten choreografischen Feld erforschen, praktizieren, beobachten wir innerhalb von 3-4 Wochen Formen künstlerischer Kollaboration.

Als Forschende/Lehrende beschäftigt mich vor allem die Strukturierung der sehr komplexen Kunst „Schauspiel“, die Definition von schauspielerischen Handlungen; die Befragung seiner bewußtseinsbildenden beschreibenden Begriffe, die interdisziplinäre Kommunikation und die künstlerische Selbstermächtigung der Darsteller_innen.

Meine Lehre an der Theaterakademie Hamburg, der Udk Berlin, der Schule für Architektur und Innenarchitekur, der Hochschule für Kunst im Sozialen u.a. dient deshalb, im engeren oder weiteren Sinne, der Bewusstmachung, der Unterstützung der selbst-bewußten, eigenständigen Arbeit und widmet sich dem Suchen und Finden von unterstützenden Fragestellungen für künstlerische Denk- Entscheidungs-und Arbeitsprozesse, die fach- und ästhetikunabhängig anwendbar sind. Sämtliche Seminare richten sich dabei an Studierende aller Fächer.

Mein jüngstes Forschungsfeld ist die Kommunikation innerhalb der Kunst. Im Fokus Institut Berlin durfte ich die Zusatzausbildung Mediation kooperative Konfliktvermittlung absolvieren und so die sinnvolle wie hilfreiche Form der lösungsfokussierten Mediation lernen. Als Outside Eye oder Mediatorin begleite und unterstütze ich  künstlerische Prozesse Anderer.

TEXT+TANZ